Lange Nacht der Freisinger Stadtgeschichte
Freising am 31. Juli neu entdecken. Für eine Nacht.
Zum zehnten Mal lädt die Stadt Freising an einem lauen Sommerabend ein, die Stadt bei einem vielfältigen Führungsprogramm zu entdecken. Insgesamt 27 Kurzführungen nehmen spannende Themen, eher unbekannte Orte und auch überraschende Perspektiven in den Blick. Neben beliebten „Klassikern“ gibt es einige „Newcomer“, die Freising aus einem ganz neuen Blickwinkel zeigen.
Von 17 bis 22.30 Uhr können Sie historische Gebäude und Kirchen erleben, spannende Persönlichkeiten kennenlernen und Orte besuchen, die sonst nicht zugänglich sind. Zum Abschluss können Sie die „Lange Nacht“ bei einem musikalischen Impuls in der Stadtpfarrkirche St. Georg ausklingen lassen (Teilnahme kostenfrei).
Handliche Info-Broschüre
Alle Führungen werden ausführlich mit Treffpunkten und den Führungszeiten in einer handlichen Broschüre vorgestellt. Diese ist in der Touristinfo im ASAM, Marienplatz 7 und in vielen Geschäften erhältlich sowie hier online abrufbar: Download Einzelseiten
Ticket-Kauf
Ab Samstag 11. Juli 2026, gibt es die Tickets zu acht Euro pro Führung beim Kartenvorverkauf im ASAM, Marienplatz 7, Telefon 08161 / 54 44 333 (keine Ermäßigung). Tickets können ab 11. Juli, 9 Uhr, auch bequem online über Reservix https://freising.reservix.de erworben und selbst ausgedruckt werden. Am Tag der Veranstaltung gibt es Tickets – soweit noch verfügbar – bis 17 Uhr beim Kartenvorverkauf und online bis 20 Uhr. Bei den Führungen direkt können keine Tickets erworben werden.
Führungsprogramm
Debattieren und regieren. Das Freisinger Rathaus von innen
mit Christina Metz, Kunsthistorikerin
Das Freisinger Rathaus, wie wir es heute kennen, ist nicht das erste in der Stadt: 1907 wurde es eingeweiht und ersetzte einen spätmittelalterlichen Vorgängerbau, der längst zu klein geworden war. Von außen ist es ein vertrauter Anblick – heute dürfen Sie es auch einmal betreten! Der Architekt Günther Blumentritt hat es wie ein Gesamtkunstwerk entworfen. In Portraits begegnen Ihnen die Freisinger Bürgermeister, die die Stadt geprägt haben. Und im großen Sitzungssaal können Sie selbst auf den historischen Stühlen Platz nehmen, auf denen sonst der Stadtrat zukunftsweisende Entscheidungen trifft.
17.00, 18.15, 19.30, 20.45 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt: Obere Hauptstraße 2, vor Haupteingang Rathaus (Holztür)
Zugang barrierefrei
Rund um den Freisinger Marienplatz. Bauensembles der Gegenwart und Vergangenheit
mit Dr. Bernd Feiler, Kreisheimatpfleger
Der Freisinger Marienplatz bildet seit Jahrhunderten das lebendige Zentrum der Altstadt. Um den Platz gruppieren sich eine Reihe bedeutender Baudenkmäler, die von der bewegten Geschichte Freisings erzählen.
Begleiten Sie uns auf einer Zeitreise, die die Vergangenheit lebendig werden lässt: Sie informiert u. a. über die Geschichte der Ratsgebäude, über die ehemalige Weinschänke des Domkapitels sowie den traditionsreichen Laubenbräu. Gegenüber erhebt sich die ehemalige Freisinger Hochschule – das heutige ASAM. Die Mariensäule steht im Mittelpunkt – sie gab dem Platz im 19. Jahrhundert seinen heutigen Namen.
18.15, 20.45 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt: Marienplatz, Mariensäule
Zugang barrierefrei
Patrona Lycei Frisingensis. Die Seminarmadonna als Patronin der fürstbischöflichen Hochschule
mit Dr. Veronika Winkler, stellv. Leisterin Stadtmuseum Freising
Im Jahr 1703 schnitzte der Münchner Hofbildhauer Wolfgang Leuthner eine Marienfigur vom Bildtypus der „Maria Immaculata“ (Maria der unbefleckten Empfängnis) für die Hochschule in Freising. Der Benediktiner und Rhetorikprofessor des Lyzeums, Wolfgang Ringswerger, hatte die Marienfigur für den Altar der Hochschulkirche – heute bekannt als Asamsaal – in Auftrag gegeben. Die sogenannte „Seminarmadonna“ wurde zur Patronin der fürstbischöflichen Hochschule und ihre Verehrung reichte weit über die Mauern Freisings hinaus. Erfahren Sie in der Führung mehr über die spannende Geschichte dieses heute verlorenen Kultbildes.
17.00 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt Marienplatz 7, Stadtmuseum im ASAM, 1. Stock
Zugang barrierefrei
Das Marcushaus. Baugeschichte und ehemalige Bewohner
mit Eva Willberg, Leiterin Stadtmuseum Freising
Das Marcushaus am Freisinger Marienplatz ist ein stattlicher, viergeschossiger Eckbau mit prägenden Schweifgiebeln und Erker. Der Renaissance-Bau von 1566 wurde 1904 nach Plänen von Alois Steinecker umfassend umgebaut und aufgestockt. Bei Sanierungsarbeiten 2010 wurde ein Münzschatz aus dem 18. Jahrhundert gefunden. Während der Führung wird die historische Kassettendecke im 2. Obergeschoss des Hauses besichtigt.
18.15 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt: Hauptstraße 2, vor Marcushaus
Das Asamgebäude. Geschichte einer ehemaligen Hochschule
mit Eva Willberg, Leiterin Stadtmuseum Freising
Die Führung widmet sich der wechselvollen Geschichte der ehemaligen fürstbischöf-lichen Hochschule. Anhand der Objekte in der aktuellen Sonderausstellung werden Besonderheiten dieser barocken Institution vorgestellt. Als besonderes Highlight führt Sie der Besuch auch zu den erst jüngst aufgefundenen Graffiti eines Karzers – eines weiteren Studentengefängnisses.
20.45 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt: Marienplatz 7, ASAM im Innenhof
Auf den Spuren von Bürgern und Drachen. Rundgang durch St. Georg
mit den Kirchenführern von St. Georg
Die Stadtpfarrkirche St. Georg wird erstmals 1230 erwähnt. Der heutige Bau stammt aus dem 15. Jahrhundert (Schlussstein 1494). Im Laufe ihrer Geschichte erfuhr das Innere mehrere Umgestaltungen. Davon erzählen ein gotisches Kruzifix ebenso wie eine barocker St. Georg im Kampf mit dem Drachen und eine filigrane Wand aus goldenen Lamellen hinter dem Altar, die im 21. Jahrhundert entstand.
17.00, 18.15, 19.30, 20.45 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt: vor Eingang Kirche St. Georg, Südportal
Schau der Kirche unters Dach. Der historische Dachstuhl von St. Georg
mit den Kirchenführern von St. Georg
Das Dach der Georgskirche wurde eben neu gedeckt, doch darunter verbirgt sich nach wie vor der historische, sechsstöckige Dachstuhl, den das Gebäude in der Gotik erhielt. Wenn Sie sehen möchten, wie sich historische Bausubstanz und moderne Reparaturen wieder zu einem organischen Ganzen verbinden, dann sind Sie herzlich eingeladen!
Kondition für etwa 100 Stufen und Schwindelfreiheit sind Voraussetzung zur Teilnahme!
17.00, 18.15, 19.30, 20.45 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt: Kirche St. Georg, Nordportal
Ein wahrlich majestätischer Blick. Turmbesteigung St. Georg
mit den Kirchenführern von St. Georg
Das Dach der Georgskirche wurde eben neu gedeckt, doch darunter verbirgt sich nach wie vor der historische, sechsstöckige Dachstuhl, den das Gebäude in der Gotik erhielt. Wenn Sie sehen möchten, wie sich historische Bausubstanz und moderne Reparaturen wieder zu einem organischen Ganzen verbinden, dann sind Sie herzlich eingeladen!
Kondition für etwa 220 Stufen und Schwindelfreiheit sind Voraussetzung zur Teilnahme!
17.00, 18.15, 19.30, 20.45 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt: Kirche St. Georg, Nordportal
Heilen – beten – lernen. Die Kammergasse 12 vom Keller bis zum Dach
mit Myriam Wagner-Heisig, Kunsthistorikerin
1834 wurde das städtische Krankenhaus eröffnet – mit „seiner Lage, Konturierung und Bauart ein Monument auf Ewigkeit“, so der damalige Bürgermeister Einsele. Neben dem Diözesanmuseum ist es das einzige größere Gebäude des Klassizismus in Freising. Anfang der 1970er befanden sich dort nur mehr die Gynäkologie und die Geburtshilfe, die dann auch in die Mainburger Straße verlegt wurden. Stattdessen zog die Bildung in das städtische Gebäude ein: Zunächst Schulunterricht, bis heute die Volkshochschule. 2010/11 wurde das Haus grundlegend saniert. Welche Spuren hat die Geschichte hinterlassen? Erfahren Sie mehr über die Kammergasse 12, vom Keller bis zum Dach.
18.15 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt: Kammergasse 12, vhs-Gebäude, im Foyer
Zugang barrierefrei
Die vergessenen Phantasten und Helden von Freising. Eine Spurensuche
mit Richard Lorenz, Journalist und Autor
Es sind vor allem die außergewöhnlichen Freisinger Persönlichkeiten, denen sich Richard Lorenz widmet – wie etwa Tom Pirle, dem bayerischen Fakir aus der Domstadt, der sich auf dem Freisinger Volksfest unbedingt lebendig begraben lassen wollte. Bei der „Langen Nacht“ erzählt Lorenz in einem Vortrag von den Phantasten und Träumern, die entweder in Freising geboren sind oder hier gelebt haben – und erinnert dabei unter anderem an den Schläger Care oder Kara Ben Emsi auf dem Domberg. Aber Freising hatte auch Helden wie Emil Büge, der aus dem Konzentrationslager Sachsenhausen lange Listen der Ermordeten schmuggelte und bis heute kaum Würdigung erfahren hat. Der Journalist hat über viele Jahre zahlreiche Archive durchsucht, um die Geschichte der Freisinger neu zu erzählen.
17.00, 19.30 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt: Kammergasse 12, vhs-Gebäude, 2. Stock in der Kapelle
Zugang barrierefrei
Schulbildung für Mädchen im 19. Jahrhundert. Die Armen Schulschwestern in Freising
mit Stephanie Haarländer, Historikerin
Im 19. Jahrhundert gründete die Lehrerin Karolina Gerhardinger (1797 – 1879) eine der wohl wichtigsten Kongregationen in Bayern. Diese Ordensgemeinschaft widmete sich als Vorreiterin der Elementarschulbildung von jungen Mädchen und Frauen. Allein in Freising gründete der Orden schon bald drei Einrichtungen. Im Rahmen eines Vortrags erfahren Sie die Lebensstationen der Ordensgründerin. Sogar eine Büste in der Walhalla erinnert an ihre herausragenden Verdienste um das bayerische Schulwesen, und von Papst Johannes Paul II. wurde sie seliggesprochen.
18.15, 20.45 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt: Kammergasse 12, vhs-Gebäude, 2. Stock in der Kapelle
Zugang barrierefrei
Pflege trifft Glaube. Das Heiliggeistspital und die Heiliggeistkirche
mit Stephanie Kuchinke, Kunsthistorikerin
Meist sind sie verschlossen, doch wir öffnen die Tore der Kirche im Heiliggeistspital für Sie: Das Spital geht auf den Domherren Conrad Gayman (+ 1376) zurück. In der Barockzeit entstand der heutige Bau, bei dem nur der Turm von Weitem verrät, dass es sich um einen Sakralraum handelt. So liegt die Kirche von außen verborgen im Westflügel des Gebäudes.
In der Führung erfahren Sie viel Wissenswertes rund um das Heiliggeistspital und seine kostbare Kirche.
19.30, 20.45 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt: Heiliggeistgasse 5, vor der Kirche
Ein Rokokojuwel. St. Peter und Paul in Neustift
mit Alexander Heisig, Fachreferent für zeitgenössische Kunst und Kirche
Erbaut als Klosterkirche des Prämonstratenserstifts Neustift gilt St. Peter und Paul heute als eine der schönsten Rokokokirchen Bayerns: Stuck von Franz Xaver Feichtmayr und Fresken von Johann Baptist Zimmer- mann verherrlichen die Geschichte des Ordensgründers Norbert, Skulpturen von Ignaz Günther schmücken Altäre und Chorgestühl. Die Kirche wurde 1803 säkularisiert und ist heute Pfarrkirche von Neustift. Nach einer umfassenden Renovierung von 2016 zeigt sie sich heute in altem Glanz – und mit einer neuen liturgischen Ausstattung aus rötlichem Kelheimer Marmor von Hubert Kaltenmark.
Erfahren Sie mehr über die besondere Bauweise, Baustile und verborgene Details.
19.30 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt: Alte Poststraße 40, vor der Kirche am Haupteingang
Zugang barrierefrei
Das archäologische Depot im Landkreis Freising. Einblicke in 7000 Jahre Geschichte
Die Kreisarchäologie Freising und der Archäologische Verein Freising e. V. geben spannende Einblicke in ihre großartige Sammlung. Sie zeigen bedeutende Funde aus alten und neuen Ausgrabungen und erklären, worauf bei der Aufbewahrung und Lagerung im Depot geachtet werden muss. Steinbeile, Tonschalen, Bronzenadeln, Feuersteinmesser und vieles mehr – über 7000 Jahre alt sind manche Objekte im archäologischen Depot des Landkreises Freising!
Anschließend kann „echten Römern“ gelauscht werden. Die Römergruppe des Vereins zeigt rekonstruierte Kleidung und erzählt von römischem Leben.
17.00, 18.15, 19.30 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt: Landshuter Straße 31, Innenhof Neubau vor dem Marstall (das archäologische Depot befindet sich im Dachgeschoss des Landratsamtes Freising)
Neustift. Von bäuerlicher Vergangenheit zum modernen Stadtteil
mit Stefan Braun, Stadtführer
Ein kleiner Spaziergang durch das heutige Neustift zeigt diesen Stadtteil und seine ganz eigene Prägung. In direkter Nachbarschaft zur Altstadt galt er im fürstbischöflichen Freising lange Zeit als „Ausland“. Im Gegensatz zum Hochstift gehörte Neustift vor 1803 bereits zum bayerischen Territorium. Über die Alte Poststraße, den Herrenweg und die heutige Pfarrkirche St. Peter und Paul führt uns der Weg zur Wiesenthalstraße. Unterwegs hören Sie Geschichten über die „gute alte Zeit“, die selten wirklich gut war!
18.15, 19.30 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt: Ecke Landshuter Straße/ Alte Poststraße bei der Litfaßsäule; Ende: Landshuter Straße 31, beim Landratsamt Freising
Der singende Förster. Dem Roider Jackl zum 120. Geburtstag
mit Ferl Schreyer, Stadtführer
Jakob Roider kam nach dem Zweiten Weltkrieg als Förster nach Freising. Neben seiner beruflichen Tätigkeit schrieb er als Künstler – besser bekannt als Roider Jackl – bayerische Kulturgeschichte. Er war Stammgast beim BR und auf dem Nockherberg. Wir nehmen Sie mit, den Menschen und seine Werke rückblickend zu betrachten. Begleitend zum Lebensweg geht der Weg zum Forstamt am Domberg, über den Marienplatz zum Friedhof St. Georg, mit Geschichten und Gstanzln vom Roider Jackl.
17.00, 19.30 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt: Bahnhofstraße 2, vor Roider-Jackl-Brunnen; Ende: Friedhof St. Georg, Ecke Kammergasse/Prinz-Ludwig-Straße
AKTE FREISING 1632. Die Escape-Tour durch Freising
mit Andrea Schmidt, Stadtführerin
1632 – der Dreißigjährige Krieg hat Bayern erreicht. Schwedische Truppen nähern sich Freising. Der Stadt drohen Plünderung und Zerstörung. Nur wenn eine gewaltige Forderung erfüllt wird, kann das Unheil abgewendet werden. Folgen Sie den Spuren der Geschichte durch die Freisinger Altstadt. Entschlüsseln Sie geheime Botschaften, lösen Sie Rätsel und entdecken Sie historische Orte!
Nur wenn alle Aufgaben rechtzeitig gemeistert werden, kann Freising gerettet werden.
45 Minuten – 5 Stationen – eine Mission: Rettet Freising vor der Zerstörung!
17.00, 18.15, 19.30 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt: Brunnen am Marienplatz 6, (vor Bankhaus Sperrer); Ende: Bürgerturm, Unterer Graben 25
Sprichwörtliches Freising. Serviert bei einem Spaziergang durch die Altstadt
mit Diana Melzer, Stadtführerin
Wer denkt, das Mittelalter sei sang- und klanglos aus unserem Sprachgebrauch verschwunden, ist auf dem Holzweg. Viele Redewendungen sind heute noch gebräuchlich.
Bei einem unterhaltsamen Spaziergang durch die Freisinger Altstadt werden Ihnen keine Daumenschrauben angelegt, und wir spannen Sie auch nicht auf die Folter! Denn nach der Stadtführung sehen Sie vieles mit anderen Augen und alles ist in Butter…
17.00, 18.15, 19.30, 20.45 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt: Rindermarkt 18, vor dem Standesamt
Die Kunst des Sprayens. Graffiti-Tour durch Freising
mit Maximilian Schmidt, Stadtführer
Street Art ist eine etablierte Kunstsparte, deren Vertreterinnen und Vertreter weltweit bekannt sind. Auch in Freising gibt es einige auffällige Werke, die auf den ersten Blick vielleicht rätselhaft erscheinen. Haben Sie sich schon einmal gefragt, was die riesigen Buchstaben, merkwürdigen Zeichen und Bilder bedeuten? Das werden Sie bei diesem Spaziergang erfahren und einen Einblick in die bunte, lebendige Szene erhalten.
17.00, 18.15, 19.30, 20.45 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt: Veitsmüllerweg 5, beim Aufgang zum Lindenkeller (Eisdiele Dolomiti); Ende: Altes Gefängnis, Brennergasse 1
Brandbekämpfung in der Domstadt. Von denkwürdigen Ereignissen und modernen Herausforderungen
mit Ullrich Kachel und Florian Wöhrl, Feuerwehr Freising
Der erste überlieferte Großbrand in Freising war 1159. Damals versanken die Häuser auf dem Domberg in Schutt und Asche. Großfeuer in historischen Gebäuden haben in der Vergangenheit immer wieder die besondere Gefährdung von Kulturgut deutlich gemacht und stellen die Feuerwehr vor besondere Herausforderungen.
Wir nehmen Sie mit auf eine Reise durch knapp 900 Jahre Brandbekämpfung in der Domstadt und präsentieren zahlreiche Exponate der Freisinger Feuerwehrgeschichte.
18.15, 19.30, 20.45 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt: Dr.-von-Daller Str. 7, vor Hauptfeuerwache
Zugang barrierefrei
Hinter den Kulissen der Stadtbibliothek. Informationseinrichtung und Begegnungsraum
mit Susanne Beck, Leiterin der Stadtbibliothek
Ein Buch aus dem Regal nehmen, ausleihen und nach Hause gehen: So sahen die Besuche in einer Bibliothek früher aus. Heute steht, neben der Bereitstellung analoger und digitaler Medien, auch die Informations- und Veranstaltungsarbeit sowie die Aufenthaltsqualität in der Bibliothek im Fokus der Bibliotheksmitarbeitenden. Wir unternehmen einen Streifzug durch die Geschichte der Freisinger Stadtbibliothek und werfen einen Blick „hinter die Kulissen“ der Bibliotheksarbeit und in die Räume, die normalerweise für die Besucher der Bibliothek nicht zugänglich sind.
19.30 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt: Weizengasse 3, vor Stadtbibliothek
Zugang barrierefrei
Der Furtnerbräu. Von der Traditionsbrauerei zur Kultgaststätte
mit Reinhard Fiedler, Architekt
Der Furtnerbräu ist ein denkmalgeschütztes Gebäudeensemble mit überraschenden Räumen, die viele Freisinger noch nie gesehen haben. Bei dem Rundgang im Gebäude erhalten Sie Einblick in die damaligen Hotelzimmer, die Wirtewohnung über der Gaststätte und sehen die noch vorhandenen Reste der Brauerei. Wir erzählen von der Bedeutung des Ortes, der Geschichte des Gebäudes, vom Brand 1886 und dem Wiederaufbau – und zeigen, warum der Er- halt und die behutsame Weiterentwicklung jetzt so wichtig sind.
Gleichzeitig geben wir einen Ausblick: Mit einer Bürger-Genossenschaft soll das Haus gesichert, saniert und als bezahlbare Kneipe und Kulturzentrum erhalten werden.
17.00, 18.15, 19.30, 20.45 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt: Obere Hauptstraße 42, in der Gaststätte Furtnerbräu
Sophie Braun. Furtnerwirtin aus einer Freisinger Braudynastie
mit Gisela Landesberger, Referentin für Erwachsenenbildung
Das Gasthaus Furtner: beliebter Treffpunkt für Jung und Alt mit langer Geschichte.
Heute ist es eine der der letzten Kneipen in unserer Stadt mit reichem Kulturprogramm – im späten 19. Jahrhundert war die gut gehende Wirtschaft mit Metzgerei und Brauerei im Besitz der Familie Braun, einer Freisinger Braudynastie. Viele Jahre führte die Wirtin und Bräuin Sophie Braun (1908 – 1992) das Haus. Wie kam sie dazu? Wie wurde sie eine prägende Gestalt der Stadtgeschichte? Direkt vor dem Haus können Sie die Geschichte dieser engagierten, streitbaren Freisingerin kennen lernen, die ein fester Bestandteil der Furtner-Geschichte ist.
18.15, 19.30 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt: Obere Hauptstraße 42, vor Gaststätte Furtnerbräu
Von Michaeli bis Georgi. Historische Bierkeller im Veitsberg
mit Florian Huber, Stadtführer
Unter dem Veitsberg am Weihenstephaner Berg befindet sich eine faszinierende Bierkelleranlage: die Sporrerkeller. Diese wurden zwischen 1810 und 1830 als Gewölbekeller in Ziegelbauweise errichtet. Verwendet wurde der Keller als Eisspeicher für das im Winter gewonnene Natureis und als vorzügliches Lager für das Sommerbier. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Luftschutzbunker. Die noch vorhandenen Bierkeller sind wichtige Zeugen der Freisinger Braukultur.
17.00, 18.15, 19.30 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt: Ecke Weihenstephaner Str./ Vöttinger Str., vor Eingang Sporrerkeller
Wasser, Hopfen und Malz. Brauereikurzführungen
mit Braumeistern des Hofbrauhauses Freising
Das traditionsreiche Gräfliche Hofbrauhaus Freising – das älteste Hofbrauhaus der Welt – befindet sich in einem denkmalgeschützten historistischen Gebäude. Es verbindet moderne Brautechnik mit gelebter Tradition. Erfahren Sie an diesem Abend von versierten Braumeistern die Geheimnisse der Bierherstellung – von der Auswahl des besten Hopfens bis zum Abfüllprozess. Danach sehen sie klarer, was gutes Bier ausmacht.
18.15, 19.30, 20.45 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt: Mainburger Straße 26, vor Verwaltungsgebäude
Knast Karriere. Von der Fronfeste zum Alten Gefängnis Freising
mit Ernst Grassy
Das Gefängnismuseum wird seit seiner Eröffnung 2014 kontinuierlich ausgebaut. Zu sehen sind die barocken Gefängniszellen im Gefängnisturm, eine „modernere“ Gefängniszelle aus der Zeit um 1940 und ein Verhörzimmer aus der alten Zeit mit Folterinstrumenten.
Der Fokus des Museums liegt auf den sog. Zauberbubenprozessen. Den damals (1715 – 1717 und 1721 – 1723) eingekerkerten und verurteilten, meist jugendlichen Angeklagten ist ein eigener Gedenkraum gewidmet.
Aufgrund der Platzsituation im Turm (maximal ca. 10 Personen gleichzeitig) kann es zu Wartezeiten kommen.
17.00, 18.15, 19.30, 20.45 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt: Brennergasse 1, Altes Gefängnis 1. Stock
Das Osttor am Domberg. Stammsitz der Agilolfia
mit Markus Gutmann, K.D.ST.V. Agilolfia
Es ist eines der beliebtesten Postkarten- Motive Freisings: Das spätmittelalterliche Osttor auf dem Freisinger Domberg. Dieses Baudenkmal entstand in den Jahren 1479/80 im Zusammenhang mit der Erneuerung der Domberg-Befestigung. Seit rund 60 Jahren ist das Tor Stammsitz der Katholischen Deutschen Studentenverbindung Agilolfia Freising-Weihenstephan im CV. Sie führt an diesem Abend durch die fünf Stockwerke, die sonst nicht zu besichtigen sind.
17.00, 18.15, 19.30, 20.45 Uhr – Dauer 45 Minuten – Treffpunkt: Osttor, Domberg 2
Zum Ausklang des Abends: Musikalischer Impuls in der Stadtpfarrkirche St Georg (kostenfrei)
Mit dem Orgelspiel von Kirchenmusiker Maximilian Nockmann in der Stadtpfarrkirche St. Georg lassen wir die „Lange Nacht der Freisinger Stadtgeschichte“ 2026 ausklingen. Hierzu sind Sie herzlich eingeladen!
22 Uhr – Dauer 30 Minuten – Treffpunkt: Stadtpfarrkirche St. Georg. Innenraum




























