Bischof Korbinian, sein Bär und Freising

Nein, einen Zoo hat Freising nicht vorzuweisen. Aber einen Bären. Der ziert das Freisinger Stadtwappen. Sogar der verstorbene Papst Benedikt XVI. hatte ihn auf seinem Wappenschild verewigt. Der Braunbär ist nicht zufällig Wappentier, sondern eng mit der Freisinger Geschichte verwoben. Der Legende nach soll der Heilige Korbinian, Freisings erster Bischof und Begründer der Diözese, auf einer Reise nach Rom einem wilden Bären begegnet sein. Dieser hatte ihm sein Packpferd gerissen. Der Gottesmann befahl dem Bären, ihm die Lasten zu tragen. Der folgte brav, mit Gepäck auf dem Rücken, bis nach Rom, wo Korbinian den Bären entließ.
Der Bär mit dem Packsattel wurde zum Attribut des Heiligen Korbinian. In Freising schmückt das Tier nicht nur das offizielle Wappen, sondern ist als lebensgroße Figur auf Straßen und Plätzen oder als Mitbringsel ein beliebter touristischer Werbebotschafter.

Auch Korbinian ist in Freising angekommen

Er ist Namensgeber einer Brücke, Straße, Grundschule, Apotheke und sogar einer Biersorte – unter anderem. Zu Ehren ihres Bistumsgründers feiert die Erzdiözese München und Freising alljährlich im November auf dem Domberg das Korbiniansfest. Die ebenfalls regelmäßig stattfindende Jugendkorbinianswallfahrt (Termin 16. November 2024) ist eines der größten Glaubens- und Begegnungsfeste junger Katholikinnen und Katholiken in Deutschland. Weitere Informationen zur alljährlichen Wallfahrt erhalten Sie auf der Internetpräsenz der Erzdiözese München-Freising und auf der Seite Jugendkorbinianswallfahrt.

1300 Jahre Korbinian in Freising

Die Stadt Freising begeht 2024 ein ganz besonderes Jubiläum: die Ankunft des Heiligen Korbinian in Freising. Das vermutliche Ankunftsjahr 724 feierte der Freisinger Fürstbischof Johann Franz Eckher von Kapfing und Liechteneck - und ließ als "Festgeschenk" 1724 die Domkirche durch die Brüder Cosmas Damian und Egid Quirin Asam neugestalten. In den Jahren 1824 und 1924 wurde das Jubiläum dann erneut zelebriert.

So feiern Stadt und Erzdiözese in diesem Jahr das große Korbiniansjubiläum, das sowohl ein Bistums- als auch ein Stadtfest ist. Denn neben der traditionellen Fokussierung der Ankunft des heiligen Korbinian gibt es für die Stadt Freising tatsächlich einen weiteren bedeutenden Aspekt zu feiern: Als Korbinian hierherkam, existierte Freising bereits. „1300 Jahre Korbinian in Freising“ bedeuten also auch „1300 Jahre Freising“, das damit seinen Rang als eine der ältesten Städte Bayerns begründet.

Gefeiert wird mit einem vielfältigen Jubiläumsprogramm, das im März 2024 beginnt und mit dem Korbiniansfest von 16. bis 24. November 2024 endet. Ausführlich über das Festjahr informieren wir auf einer eigenen Webseite unter https://www.korbinian2024.de.