Über dem druckgrafischen Werk von Manfred Jaletzky könnte stehen: Steine sprechen. Seit fünf Jahrzehnten beschäftigt sich der in Oberhaunstadt lebende Künstler mit der Lithographie. Skulpturen erweitern diese Präsentation in der galerie 13 in den dreidimensionalen Raum.
Katja Sebald über die Ausstellung: Manfred Jaletzy will den Betrachtern seiner Arbeiten nicht vorgeben, was sie zu sehen haben. Er möchte ihnen die von Fruhtrunk angestrebte Freiheit des Sehens gewähren, auch deshalb verzichtet er konsequent auf Titel. Und doch bietet sich ganz zuletzt noch ein weiterer Weg an, auf dem man dem ungewöhnlich homogenen Werk von Manfred Jaletzky begegnen kann: Immer ist es die Natur, meistens die Natur in seinem eigenen Garten, die ihn zu seinen Zeichnungen inspiriert. Es ist kein Wunder, dass er insbesondere die zarten Farben des Frühlings liebt, ist er doch an einem Maitag vor achtzig Jahren geboren. „Die Farbe existiert an und für sich, sie hat ihre eigene Schönheit“, schrieb Henri Matisse 1947 in seinem Text „Der Weg der Farbe“. Und er fährt fort: „Es genügt, Zeichen zu erfinden. Wenn man ein echtes Gefühl für die Natur hat, dann kann man Zeichen schaffen, die sowohl dem Künstler als auch dem Betrachter entsprechen.“
Über den Künstler:
"1946 in Oberhaunstadt bei Ingolstadt geboren, absolvierte Manfred Jaletzky nach der Schule eine Ausbildung zum Kirchenmaler. Mehrere Jahre arbeitete er in diesem Beruf, bevor er ab 1968 die – damals berühmte – Schwabinger Zeichenschule „Die Form“ von Hein König besuchte. Ein Jahr später nahm er an der Akademie der Bildenden Künste in München ein Studium der Malerei bei Adolf Hartmann auf. Nach der Emeritierung seines Professors wechselte er in die Klasse von Günter Fruhtrunk, dessen Meisterschüler er auch wurde. 1975 verließ er mit dem Diplom in der Tasche die Akademie und beschloss, freischaffend als Künstler zu arbeiten. Nach zehn Jahren in Garching kehrte er nach Oberhaunstadt zurück, wo er sich neben seinem Elternhaus eine Werkstatt eingerichtet hatte und später noch ein Ateliergebäude baute." (Katja Sebald im April 2026)
Galerierundgang mit Manfred Jaletzky: Sonntag, 17. Mai 2026, 14 bis 18 Uhr.
Ausstellungsdauer: Dienstag, 28. April, bis Samstag, 13. Juni 2026
Ort: galerie 13, Dr.-Karl-Schuster-Str. 15 in Freising
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch und Freitag von 14 bis 18.30 Uhr, Donnerstag von 14 bis 20.30 Uhr, Samstag von 10 bis 13 Uhr sowie nach Vereinbarung
Eintritt frei.
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