Die neue Ausstellung der Künstlerinnenvereinigung „Feder & Friends“ wird unter dem Motto “Lebensfreude und Leichtigkeit” von 3. bis 13. September 2026 im Alten Gefängnis präsentiert. Sie zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig, persönlich und überraschend zeitgenössische Kunst sein kann. Sieben Künstlerinnen präsentieren Werke, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und doch verbindet sie ein gemeinsames Anliegen: Menschen einzuladen, in Farben, Formen und Figuren neue Perspektiven zu entdecken.
Evelyn Jungnick-Endl, Bildhauerin und Malerin, zeigt ihre Figuren aus Bronze und Stein sowie dazu entstandene Bilder. Sie stellen nicht nur den menschlichen Körper dar, sondern bestechen durch filigrane Leichtigkeit, Lebensfreude und Lebendigkeit. Darüber hinaus können sie still, expressiv, rau, abstrakt oder reduziert erscheinen. Die bewusst veränderten Proportionen laden dazu ein, den Menschen neu zu betrachten und die persönliche Wahrnehmung zu hinterfragen.
Reisefreude und Dynamik prägen hingegen die Arbeiten von Gabriele Winter-Bermel. Ihre vor Ort entstandenen Aquarelle aus Italien, Spanien oder Malta zeigen pittoreske Landschaften und lebendige Stadtszenen, während ihre großformatigen Acrylbilder abstrakter, expressiver und farbstark sind. Gemeinsam mit Evelyn Jungnick-Endl gründete sie 2020 die Künstlerinnenvereinigung „Die Feder“, aus der viele gemeinsame Projekte hervorgingen – nun sichtbar vereint in „Feder & Friends“.
Auch bei Iris König-Decker steht die Landschaft im Mittelpunkt – mal real, mal als Sehnsuchtsort. Ihre Arbeiten auf grober Leinwand oder feinem Japanpapier holen Weite und Licht beinahe greifbar nahe. Entstanden sind sie häufig im ungewöhnlichen Sommeratelier der Künstlerin: einem Gewächshaus, das mit Hitze, Kälte und intensiver Helligkeit selbst zur Inspirationsquelle wird.
Die Bildhauerin Angelika Reiner widmet sich seit 2016 der Stein- und Holzbildhauerei sowie der Modellage in Ton, Gips und Polymerton. Ihre Arbeiten verbinden technische Präzision mit dem Interesse für die innere Essenz von Material und Figur und zeigen die kontinuierliche Weiterentwicklung einer vielseitigen Künstlerin.
Verena Endl bringt abstrakte Malerei in die Ausstellung ein. Farben, Strukturen und freie Kompositionen werden bei ihr zum persönlichen Ausdrucksmittel – eine künstlerische Form der Selbstverwirklichung, entstanden aus dem Wunsch nach kreativen Räumen im Alltag und getragen von der Freude am Experimentieren mit Materialien und Techniken. Ihre Werke setzen kraftvolle Akzente und eröffnen dem Betrachter einen unmittelbaren Zugang zu Emotion und Bewegung.
Die von Gabi Sonntag ausgestellten Bilder umfassen vorwiegend fotorealistische Portraitstudien in Aquarell und Anatomie- und Bewegungsstudien in Grafit, Kugelschreiber oder Kohle. In den Aquarellen liegt der Fokus auf den individuellen Besonderheiten der Gesichter. Bei den Zeichnungen geht es um die Harmonie ineinandergreifender Formen der Anatomie in Ruhe und Bewegung.
Besonders eindrucksvoll sind schließlich die Werke von Monica Schmeizl. Ihre farbintensiven Acrylbilder und Ton-Holz-Skulpturen spiegeln Emotionen, Begegnungen und die Suche nach Harmonie wider. Ohne feste Regeln entstehen Arbeiten, die unmittelbar vom Leben erzählen – von Herausforderungen, Ideenfülle und menschlicher Nähe.
Die Ausstellung lädt dazu ein, all diese Perspektiven an einem besonderen Ort zu erleben – vielfältig, inspirierend und zutiefst menschlich. Zwischen historischen Mauern entfalten sich Lebensfreude und Leichtigkeit auf ganz eigene Weise und machen Kunst als verbindende Kraft erfahrbar.
Vernissage: Donnerstag, 3. September, 18.30 bis 20 Uhr mit Daniel Schupp (Tenor) und Viola Hieber (Klavier)
Finnisage: Sonntag, 13. September, 17.30 Uhr mit Thomas Ziegler (Gitarre)
Ausstellungsdauer: Donnerstag, 3. September, bis Sonntag, 13. September 2026
Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag 15 bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 20 Uhr
Ort: Altes Gefängnis Freising, Brennergasse 1
Eintritt frei