Installation Korbinians-Packerl

In der Pfarrkirche St. Georg wird bis 21. Juli ist die außergewöhnliche Installation Wann, wenn nicht jetzt?
In der Pfarrkirche St. Georg wird bis 21. Juli ist die außergewöhnliche Installation Wann, wenn nicht jetzt?" gezeigt. (Foto: ski)

Die Ausstellung in der Pfarrkirche St. Georg „Wann, wenn nicht jetzt?" inzeniert Korbinians-Packerl mit Bürden – Erwartungen – Hoffnungen. Die Bürden und Lasten der heutigen Menschheit führen zu Zerrissenheit und Spaltung. In einem Prozess der Besinnung sollen in dieser Installation Sorgen und Bitten dem Gepäck des heiligen Korbinian mitgegeben und so den Betrachtenden vor Augen geführt werden. Sichtbar wird der Inhalt in Wörtern und bildhaften Zeichen.

Ausstellungsdauer: Donnerstag, 6. Juni, bis Sonntag, 21. Juli 2024
Öffnungszeiten: zu den Öffnungszeiten der Pfarrkirche St. Georg, Marienplatz Freising
Vernissage: Donnerstag, 6. Juni 2024, um 19 Uhr in der Kirche St. Georg, zur Eröffnung spricht Kulturreferentin Susanne Günther

Ein Beitrag zum Jubiläum "1300 Jahre Korbinian in Freising" in Kooperation mit der Künstlerinnengruppe Sturmwind 2.0 (Gabriele Abs - Helma Dietz - Maria Kiess - Elisabeth Seitzl) und der Kirche St. Georg.

Info-Text der Gruppe "Sturmwind 2.0":

Wir haben uns gefragt, ob und wie sich die Strahlkraft des Hl. Korbinian bis in unsere heutige Zeit und Gesellschaft erhalten hat und wie sie positiv weiterwirken kann. Botschaften aus dem Evangelium, besonders der Bergpredigt, aber auch dem weltlichen Grundgesetz geben Impulse und Orientierung für eine Wiederbelebung und Erneuerung des durch das Christentum vorgegebenen humanitären Wertekodex, also für den Wesenskern einer modernen sozialen Gesellschaft.
Das Betrachten der Kunstinstallation soll zur Reflexion unserer gegenwärtigen Situation und zu verantwortungsvollem Handeln für eine lebenswerte Zukunft anregen. Sinnfällig gemacht wird unsere Intention durch eine Installation aus recycelten Gebetbüchern und beschrifteten Papierbahnen.
Die zusammengeschnürten Bücher erinnern einerseits an die Lasten, die der Bär des Korbinian nach Rom tragen musste. Andererseits verweisen sie auf die Bürden und Aufgaben von Kirche, Gesellschaft und jedem Einzelnen von uns heute.
Über diesen "Packerln" schweben verschiedenfarbige Papierbahnen, auf denen Wörter eingeschnitten sind, die negatives oder positves menschliches Verhalten benennen, wie zum Beispiel GIER, GEWALT, HYBRIS oder DEMUT, VERTRAUEN, GERECHTIGKEIT. Auf fünf transparenten Bahnen finden sich – handschriftlich notiert – Anregungen für persönliches Handeln, wie HALTUNG ZEIGEN, MUT MACHEN, VERZICHT ÜBEN.
Auf einer Stellwand können Besucherinnen und Besuchern Kommentare hinterlassen.