Fotoprojekt "An den Strömen" im Schafhof

Über die Ausstellung "An den Strömen": Das Konzept des Reisens hat eine lange Tradition in der Kunstgeschichte ‒ seit dem 17. Jahrhundert mit Landschaftsmalerei, Stadtansichten und Porträts. Die technischen, abbildenden Medien wie Fotografie, Film und Video stellen seit dem 20. Jahrhundert auch für Künstler*innen eine besonders adäquate Möglichkeit dar, Reisen zu dokumentieren und damit Dinge zusammen zu bringen, die geografisch weit auseinander liegen. Das Projekt „An den Strömen“ bietet einen poetischen Blick auf Europa, als von Ländergrenzen unabhängige Verbindungslinien dienen die Flüsse, entlang denen sich die Vielfalt des Kontinents erschließt.

Ute und Werner Mahler zum Ausstellungsprojekt: "Jeder Strom mündet ins Meer. Es ist diese Eigenschaft, die die mitunter tausende Kilometer langen Gewässer definiert, an die Ute Mahler und Werner Mahler gereist sind. Ströme sind Naturereignisse, Sehnsuchtsorte, Lebensadern. Ströme verbinden und trennen, sie sind Transportwege und Grenzen. Und jeder Strom in Europa trägt auch Erinnerungen an Kriege und Krisen in sich. Dennoch, gleichgültig wo, ob am Rhein oder an der Donau, an Elbe, Wolga oder Po ‒ die Menschen zieht es an ihre Flüsse. An den Ufern findet das Leben statt, die Rast oder die Zerstreuung, die Abwehr und der Austausch. Zwischen Kulturen, Religionen, Familien, Systemen. Und auch wenn der Mensch immer wieder versucht hat, den Strömen seinen Willen aufzuzwingen, verlieren sie nicht ihre Kraft und ihre Faszination.."

Ausstellungsdauer: 11. Dezember 2021 bis 13. Februar 2022 (Galerie im Erdgeschoss), Dienstag bis Samstag von 14 bis 18 Uhr, Sonntag und Feiertage 10 bis 18 Uhr

Vernissage online: Freitag, 10. Dezember 2021, 19 Uhr (auf YouTube ansehen)

Weitere Informationen, auch zu Hygieneregelungen, Führungen und Künstler*innengespräch auf der Webseite des Schafhofs.